Fahrt nach Paris

Stadt der Liebe und der langen Alleen

Jedes zweite Jahr besteht für die Schülerinnen und Schüler der Anfänger- und Fortgeschrittenenkurse Französisch der Jahrgangsstufe 12 des Beruflichen Gymnasiums die Möglichkeit an einem Wochenende Paris zu erkunden. Gemeinsam mit ihren Französischlehrerinnen Mme Fecht, Mme Geyer und Mme Raab steigt die Gruppe an einem Freitag im Mai oder September in den frühen ICE bzw. TGV in Frankfurt ein, um nur vier Stunden später am Gare de l’Est (Ostbahnhof) der Stadt der Liebe auszusteigen. Übernachtet wird in einer zentral gelegenen Jugendherberge mit Frühstück oder sogar Halbpension zu erschwinglichen Preisen.

Seit acht Jahren findet nun dieses Projekt unter der Leitung von OStR’in Fecht statt, um den „Pflichtfranzosen“ und den Freiwilligen des Fortgeschrittenenkurses die französische Sprache und Kultur näher zu bringen. Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten werden im Laufschritt und/oder per Métro erkundet und durch Referate, die die Schülerinnen und Schüler zuhause vorbereitet haben, vorgestellt. So zum Beispiel die sogenannte Grande Achse vom Louvre bis zum Triumphbogen, der moderne Triumphbogen La Défense, Monets bekannte Bilder „Seerosen“, die die Orangerie im Parc des Tuilleries beherbergt, das Militärmuseum mit dem sich anschließenden Invalidendom, in dem sich Napoleons Sarkophage befinden, das Musée Rodin, das Marsfeld unter dem Eiffelturm, die Zuckergusskirche Sacré Coeur und die Kathedrale Nôtre Dame. Statt des Eiffelturms wird der Triumphbogen erklommen, der immerhin so hoch ist wie die erste Etage des Eiffelturms und von dem man einen tollen Blick auf die ganze Stadt hat – und vor allem auf den neunspurigen Place d’Etoile direkt unter sich, auf dem das geordnete Verkehrschaos alle Zuschauer immer wieder fasziniert. Besonders stimmungsvoll ist es, am Abend hoch über den Dächern von Paris auf den Stufen vor Sacré Coeur zu sitzen und mit vielen anderen Jugendlichen den Musikern zu lauschen. Die gemeinsame Bootstour auf der Seine am letzten Tag, auf der noch einmal die bekanntesten Bauwerke vorbeiziehen, bevor es dann am Sonntag Spätnachmittag wieder in den TGV nach Frankfurt geht, stimmt alle Beteiligten traurig, dass sie diese schöne Stadt bereits wieder verlassen müssen.

Natürlich bleibt trotz des straffen Programms genug Zeit zum Shoppen auf den Champs Elysée  oder im Kaufhaus Lafayette und wer es wagt, kann am Abend das Pariser Nachtleben erkunden. Wer sich in den drei Tagen in die Stadt verliebt hat und das ein oder andere Erfolgserlebnis in der französischen Sprache hatte, wird bestimmt wiederkommen, um dann endlich (vielleicht mit der ersten großen Liebe?) den Eiffelturm zu erklimmen.

Bienvenu et à bientôt!

Vanessa Fecht