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Arbeitsschwerpunkt des diesjährigen Projekts ist das Thema „Zwanzig Jahre politische und gesellschaftliche Transformation in Ost- und Mitteleuropa“. Vorbereitet wurde die Zusammenarbeit von den polnischen Projektleitern Roman Nowicki und Grzegorz Gorzelanczyk. Die gemeinsame Arbeit vor Ort zeigte den Willen auf beiden Seiten, sich aufeinander einzulassen sowie Kontakte und Freundschaften zu knüpfen. So erstellten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise eine „Ereignismauer“, auf der die Geschehnisse der jüngsten polnischen und deutschen Geschichte kreativ vorgestellt wurden, arbeiteten eine Präsentation aus und sprachen mit ehemaligen Funktionsträgern über die Zeit der kommunistischen Ära in Polen.
Tagesausflug nach Thorn
Auch Erkundungsfahrten standen auf dem Programm wie der Tagesausflug in die ehemalige Hansestadt Thorn, den Geburtsort des bedeutenden Astronomen Nikolaus Kopernikus, wo die Altstadt besichtigt wurde. Auch die renommierte Sternwarte Planetarium Thorn und ein Besuch der Gastfamilien waren Teil der Projektfahrt. Dass eine Annäherung Zeit und Geduld erfordert, zeigten die Erfahrungen dieser und vergangener Projekte. Mentalitätsunterschiede, Sprachbarrieren und die Komplexität des Themenschwerpunkts stellten sich einerseits als eine Herausforderung, andererseits aber auch als eine Chance dar. Die eine oder andere Einsicht gewannen die Schülerinnen und Schüler durch den Aufenthalt. „Polen ist ein westlich geprägtes europäisches Land geworden, das die Altlasten des Kommunismus recht schnell hinter sich lassen konnte. Man merkt regelrecht den Ehrgeiz und den Arbeitswillen der Menschen“, sagt der Schüler Gerry Koch. Projektbetreuer Marc-André Weber resümiert: „Die Projektfahrt nach Jarocin stellt einen erfolgreichen Anschluss an die vorangegangenen Besuche dar, macht jedoch auch deutlich, dass das interkulturelle Zusammenfinden noch weiter intensiviert werden sollte.“
KN-Nachrichten - 12.12.2008
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